den Wein würde ich mit Sicherheit nicht mehr kaltstellen Sprich mit Deinem Mann und mache ihm Deinen Standpunkt klar Ich wünsche Dir, dass Dich Dein Mann vielleicht in Deinem Vorhaben, nichts mehr zu trinken, unterstützt und sein Trinkverhalten ebenfalls ändert. Das wäre doch für beide toll- oder Kümmer Dich jetzt nur um Dich - es geht auch nur um Dich,egal was passiert.Halte durch - es lohnt sich
Hallo Marianne, ich lese noch nicht lange hier mit, dies ist mein erstes posting, weil ich es einfach zu blauäugig finde, wenn jemand glaubt, dass es bei einer Flasche Wein bleibt. Ich denke, wir alle hier wissen, dass es j e d e m nach einer Flasche egal ist, wie viel mehr es an Alk wird. Die Kontrolle ist dann spätestens weg, wahrscheinlich schon vorher. Da hast Du was vor Dir! Grüsse von Saskia
Danke Saskia, für deinen ersten Beitrag, und erst noch für mich, ist echt lieb.
Ich danke aber euch allen, für die Zeit, die ihr euch nehmt, um mich zu unterstützen, zu ermutigen, mir die Augen zu öffnen, mich zu warnen, was noch...
Ich möchte jetzt liebend gerne auf eure Posts eingehen, aber ich bin etwas müde, sorry.
HEUTE IST MEIN 5. TROCKENER TAG, also nicht seiner!!! Als ich während dieser Tage am Morgen erwachte, konnte ich es fast nicht glauben, dass ich keinen Kater hatte!!! Aber mein Schlafrythmus ist in diesen Tagen etwas durcheinander geraten, ich erwache zu allen unmöglichen Zeiten und heute habe ich Kopfschmerzen, was ich sonst nur hatte, wenn ich blau war, mein Rücken und Nacken schmerzt und ich bin erschöpft.
Ihr habt recht, ich muss für mich schauen. Das sitzt schon mal fest in mir drin. Sonst ist mein Unterfangen, trocken zu werden, im vornherein zum Scheitern verurteilt.
Mein Mann hat gestern die Flasche Wein (alleine) getrunken, hatte aber vorher bestimmt schon etwas intus. Zwischendurch ging er nochmals weg in die Firma (um zu arbeiten oder zu trinken?), und ich ging auch früher schlafen als er, also ich weiss nicht, was da gestern so alles zusammenkam. Bestimmt mehr, als (nur) eine Flasche!! Ich habe mir aber als erstes abgewöhnt, den Whisky-Vorrat zu kontrollieren.
Was mir aufgefallen ist, und das seit letzter Woche, dass er immer nach meinem Glas schielte, um festzustellen, wieviel Wein noch drin war. Komisch. Und wenn er jetzt nach Hause kommt, richtet sich sein Blick immer zuerst auf mein Glas / Getränk, welches auf dem Tisch steht. Das ist neu!
Das wars mal für heute. Ich schreibe bestimmt mehr, denn ich habe ja jetzt zwei Wochen Urlaub. Ich freue mich sehr darauf und möchte die Zeit gerne dazu nutzen, um Geist und Körper wieder in Schwung zu bringen. Bis dahin bitte ich euch um etwas Geduld.
Ich wünsche euch einen schönen Abend und nochmals ... danke
Adope, du gibst Marianne den Tipp, aufzupassen, dass sie nicht ins Co-Verhalten rutscht. Was aber ist denn diese Aufpasserei, dieses Dienern und Kontrollieren anderes als Co-Verhalten?
Marianne,
du hast schon lange die Verantwortung für deinen Mann übernommen und ich glaube, er wird ganz schön sauer werden, wenn du das nicht mehr machst. AUCH wenn du nicht mehr trinkst, hältst du ihm damit sein unzulängliches Verhalten, nämlich seine Trinkerei, nur noch deutlicher vor Augen. Wer will das schon sehen?
Das wird hart, du wirst unwahrscheinlich stark sein müssen, denn eure Beziehung wird nicht so bleiben wie sie ist. Alles läuft weiter wie bisher, nur dass du eben nicht mehr trinkst? Is nich!
Was hat dein Leben bisher ausgemacht? Arbeiten gehen und um den Mann kümmern. Und weil da ziemlich wenig für dich blieb, hast du den Frust darüber ersäuft. Unbewusst vermutlich.
Ich habe das Gefühl, dass da eine Lawine ins Rollen gerät. Das soll keine Warnung sein, es nicht zu versuchen, aber „nur“ Nichttrinken ist erst der Anfang. Den allerdings braucht es, dass sich dein Leben ändert, mit dem du ja nicht zufrieden bist.
Ich wünsche dir alles erdenklich Gute.
Meine Beziehung ist auseinander gegangen, weil mein Partner mich so, wie ich trocken bin, nicht mehr wollte. Mir fällt es auch sehr schwer, mich so zu akzeptieren, insofern kann ich seine Entscheidung gut verstehen. Ich glaube aber, er versteht mich dennoch, er will nicht dass ich wieder trinke, um so alles „heile“ zu machen. Aber er hat eben für sich entschieden.
Nun bin ich „frei“, muss die Verantwortung für mich ganz allein tragen. Diese Art der Kontrolle ist wohl aber die gesündere, als alles um mich her zu kontrollieren, weil ich nicht bei mir bleiben kann.
Es ist schwer, sauschwer, ich verspüre oft Langeweile, weil ich noch nicht rausgefunden habe, was mir wirklich Spaß macht. Aber das ist nicht schlimm, habe ich doch mit Trinken so viel Zeit vergeudet, da kommt es auf einen langweiligen Tag nicht an. Ich halte es einfach mal aus.
Ich konzentriere mich jetzt voll auf MICH, ich spüre wieder mehr Lebensfreude in mir, obwohl ich heute wieder mit Kopfschmerzen aufgewacht bin. Gehört das mit zum Trockenwerden? Ich hab mal gleich am Morgen meinen Mann zum Apotheker geschickt, um Medis zu holen. Er hat sich dann noch gewundert: Jetzt trinkst du nichts mehr und hast Kopfschmerzen. Etwas stimmt mit dir nicht...
Elfie
Heute morgen sass mein Mann am Tisch und war am Zeitung lesen. Vorher schnappte er sich eine Banane und ass die. Jetzt kam das Problem: Wohin mit der Schale? Also hob er schon mal etwas demonstrativ seine rechte Hand mit dem Ding in die Höhe .... in Erwartung dass ich ... ICH wollte ihm schon das "Problem" abnehmen - Aber : Gedankenblitz: Stop - Elfie - Dienerin - Stop ! Ich muss echt umdenken, gut hast du mir das mal gesagt.
Marieluu
Weisst du, ich habe schon mal im Frühling einen ersten Versuch gemacht, um trocken zu werden (wer erinnert sich an Margi ????? ) Ich musste aber zuerst ein paar Sachen auf die Reihe kriegen, zudem war mein Einstieg ins Forum nicht optimal. Deshalb ist das jetzt mein zweiter Versuch mit meinem zweiten Vornamen. Ich habe aber bereits damals mein Vorhaben mit meinem Mann besprochen. Er hatte volles Verständnis, er unterstützte mich, und hat mich nie zu etwas gedrängt. Es ist unter Umständen denkbar, dass er sein Trinkverhalten ebenfalls ändert, aber dazu ist es zu früh, um etwas zu sagen. Es interessiert mich im Moment auch nicht, denn ich brauche die Kraft für mich. Die eigentlichen "Feuertaufen" stehen mir ja erst bevor, aber dazu später mehr...
Ganz sicher werde ich keinen Wein mehr kaltstellen!!!
Jutta
Ganz oder gar nicht. Du liegst eher im grünen Bereich mit deiner Vermutung, dass er gar nicht wirklich aufhören will, dessen bin ich mir ziemlich bewusst.
Fallada
Der Gegentest hats bewiesen; 150 ml ist auch das Fassungsvermögen seiner (nicht unserer!!!) Bordeaux-Gläser. Weisst du, mein Mann ist sich schon klar darüber, dass sein "Verbrauch" nicht normal ist. Meine gesundheitlichen Bedenken teilt er, denn er ist selber der Auffassung, dass (unser) Alkoholkonsum sicher Spuren hinterlassen wird... Fallada, ich habe mir ehrlich gestanden auch schon die Frage gestellt, ob er abhängig ist. Ich muss sie aber zuerst mir selber stellen und beantworten. Ich möchte auch keine Trinker-Ausnahme-Erscheinung sein, dieser Illusion verfalle ich nicht, sondern trocken werden und bleiben.
Roswitha
Ob er auf mich hört? Er weiss, dass das was er betreibt, eine gefährliche Gratwanderung ist. Kürzlich sagte er zu mir, muss eigentlich immer zuerst etwas passieren, bevor man aufhört ... ??
Felidaela
Ich danke dir für deinen Zuspruch, obwohl du es nicht leicht hast.
Je mehr ich lese, desto mehr wird mir bewusst, dass ich oft die Verantwortung für ihn übernommen habe. Tja, für eine Kurskorrektur ist es nie zu spät. Und ich finde es gut, wenn ich mal meine Verhaltensmuster mal wieder gründlich überdenke. Felidaela es stimmt was du sagst, ich habe eigentlich immer dafür gesorgt, dass der Herr Manager ein easy-Leben in seinen eigenen vier Wänden hatte. Ich war für alles zuständig. Er konnte bestimmen, wann das Essen auf dem Tisch sein musste. Unser Tagesplan am Wochenende richtete sich immer nach dem Sportprogramm im TV. Also Essen um 16.35 ... ! so als kleines Beispiel. Achtung, Verlängerung: Essen um 1/4 Stunde verschieben ...
Felidaela, die Lawine ist schon seit geraumer Zeit ins Rollen geraten. Nämlich zu dem Zeitpunkt, als ich mir mal schonungslos dieselbe Frage wie du stellte: Was hat mein Leben bisher ausgemacht? Ich soff, weil da zuwenig für mich blieb, du hast es genau richtig erkannt!! Das war die Initialzündung für MEINE Kehrtwende. Ich habe mir neue Bekannte gesucht (über Internet, Zeitungsannoncen), alte Beziehungen (mit Säufern) abgebrochen, mir Gedanken über Freizeitbeschäftigung gemacht, wie soll mein weiteres Leben aussehen? Ich bin auf dem Weg dahin
Felidaela
Es tut mir leid, dass du es sauschwer hast. Es fällt dir schwer, dich so zu akzeptieren ... ? Inwiefern hast du dich denn verändert ? Was fällt dir schwer ?
Möchtest du es mir sagen ?
Sorry, war ein megalanges Post. Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.