Nach einem heftigen Wochenende und einem Befund über meine Leberwerte, die ich heut erhalten habe, beschließ ich nun mit dem Trinken aufzuhören.
Habe nun meinen 2. Tag "fast" hinter mir und fühle mich schrecklich. Kann mir jemand erklären warum ich so käseweiß bin und ein derart arges Schwindelgefühl auftritt? Mir geht der Alkohol zwar nicht ab (durch dieses Schwindelgefühl) aber mir gehts überhaupt nicht gut! Hab etwas von einem besagtem "Trockenrausch" gelesen? Durchlebe ich nun diesen Abschnitt, oder was ist los? Bitte beantwortet mir meine Fragen.
ZitatKann mir jemand erklären warum ich so käseweiß bin und ein derart arges Schwindelgefühl auftritt?
sind eindeutig Entzugserscheinungen (Kreislauf). Hast du die Möglichkeit deinen Blutdruck zu messen? Ist jemand in der Nähe falls die Entzugserscheinungen kritisch werden? Wann hattest du das letzte Mal 0 Promill?
ZitatBin seit ca 4 Jahren Alkoholiker!
Was verstehst du unter einem Alkoholiker? Solche Entzugserscheinungen deuten auf sehr langen exzessiven Mißbrauch hin, muß aber nicht sein.
Von mir gute Besserung und hol dir baldmöglichst Hilfe.
Der Blutdruck geht in die Knie, deswegen bist Du so weiß und schwindlig - schau eventuell darauf, in den nächsten Tagen immer ein Telefon griffbereit zu haben! Das ärgste sollte aber in weiteren 2 Tagen hinter Dir liegen. Danach kamen bei mir noch Schwitzanfälle - etwa drei Wochen lang. Der Rest des Entzugs betrifft eher mehr die Gewohnheit des Trinkens - abhängig von der Menge und Art des Trinkens.
Beschreibe doch ein wenig näher diese 4 Jahre, dann können wir auch näher darauf eingehen.
Übrigens: Glückwunsch zu diesem Entschluss Ich wünsche Dir dafür die notwendige Kraft
Ich hab mit ca 15 Jahren begonnen zu trinken. Frühlingsphase - zwischendurch, selten danach ab 16 begann ich wochenends zu trinken, aber nie alleine.
Ab mitte 18 war ich jedes Wochenende stockbesoffen und bin auch mit dem Auto nach Haus gefahren (>sehr toll)
Vom 19. Lebensjahr bis laufend (bis vor einigen Tagen) hab ich mir täglich meine Rationen Alkohol einflößen müssen. sprich, Flasche Vodka oder 2 flaschen wein, whiskey oder sonstiges.
Hab vor 6 monaten meine Langzeitbeziehung verloren (2 Jahre) aufgrund meines Alkoholkonsums.
Hab mein Abitur nicht abgeschlossen - Grund >> der stille Feind!
Nun hab ich neue Kraft gesammelt und versuche mein Leben in Griff zu bekommen und ich hoffe ihr könnt mir mit Rat und Tat zur Seite stehen! Bin schon im Voraus sehr dankbar über jeglichen Tipp oder Hilfestellungen - egal in welcher Weise!
Seit 3 Tagen bin ich nun trocken und heute hab ich ein Vorstellungsgespräch in einer neuen Firma und bekomm mein Zittern nicht ganz in Griff. Ich hoffe ich kanns gut genug verstecken!
Falls ihr noch mehrere Informationen benötigt um mir einen Rat zu geben - fragt einfach!
also das was Du hast, sind eindeutige Entzugserscheinungen. Zittern, Kreislauf, Schwitzen.
Heute dann Vorstellungsgespräch? Das ist ein ziemlich ungünstiger Zeitpunkt da mit Entzugserscheinungen hinzugehen. Trinke auf keinen Fall Kaffee oder sonstiges koffeinhaltiges Zeug. Hast Du Baldrian oder Beruhigungstee daheim? Das hilft etwas. Am Sonntag dürfte es Dir wieder ganz gut gehen. Hältst Du die Entzugserscheinungen aus oder sind sie schlimm? Vielleicht wäre es besser, heute noch einen Arzt aufzusuchen. Es gibt viele beruhigende Mittel, die er Dir verschreiben könnte.
Du willste jetzt einen Entzug nach jahrelangem chronischen Alkoholkonsum allein durchstehen und noch dazu eine neue Arbeitsstelle antreten....Wow.
Irgendwie hat mich das zum Lächeln gebracht,denn es erinnert mich auch an mich.Ich befand mich auch einmal in so einer Situation (zog nach akutem Alkoholmissbrauch den Entzug alleine durch und musste drei Tage später anfangen zu arbeiten....das war Hammer!).
Das kann man packen...muss man aber nicht.
Aus Erfahrung kann ich dir sagen,daß sich da mehrere Falltüren vor dir auftun... Die Erste wäre einmal,daß die Entzugserscheinungen wahrscheinlich noch schlimmer werden können.
Also würde ich dir jetzt als Erstes ans Herz legen,schleunigst einen Arzt aufzusuchen,bevor die weissen Mäuse an die Tür klopfen...
Danach zieh das Einstellungsgespräch durch...und versuch den ersten Arbeitstag noch einige Tage hinauszuschieben. Die Zeit wirst du brauchen,dass weiß ich aus Erfahrung.
Aber falls du genommen werden solltest,wird es dann erst richtig Dicke kommen.
Denn nicht das Nüchtern-werden ist das Schlimmste,sondern das Nüchtern-bleiben.
Gerade wenn man eine neue Arbeitsstelle antritt,wird man bis in die Haarspitzen gefordert...da bietet sich das Fläschchen nach Feierabend förmlich an.
Du solltest dir wohl nun einen genauen Schlachtplan zurechtlegen und diesen mit einem Arzt besprechen.
Und dann hilft nur noch Disziplin und Durchhaltevermögen.
Geh es an,Schritt für Schritt.Hilfe wirst du hier immer finden.
Hab den Job bekommen und das Datum etwas hinausgezögert.
d.h. ich hab noch volle 10 Tage mich etwas zu entschlacken/entgiften. Das zittern konnte ich ohne was verstecken, indem ich die Hände verschränkte oder sie versteckte. Ich hab mich als selbstbewussten Kommerziellen hingegeben und bin sehr gut angekommen. Der erste Schritt ist getan JOB ))))
Der nächste, auch schwerere Schritt ist nun mein Alkoholproblem an der Gurgel zu packen. Mir ist ziemlich schwindlig - wir ihr meintet - KREISLAUF.
Einen Arzt aufzusuchen wäre eine gute Idee, aber hab nicht den Mut dazu meinem Hausarzt über mein Problem zu berichten.
Gibt es ohne Rezept irgendwelche Mittel, sprich Baldrian (danke schon mal) + sonstiges?
Der Saufdruck ist derzeit überhaupt nicht schlimm - was mich ziemlich wundert! Gestern am abend verspürte ich nur wenig bis gar nicht das Verlangen einen Schluck zu nehmen, aber hab alles was ich hatte rausgeschmissen und ins Wc geschüttet!
Habt ihr auch das Gefühl gehabt - Halluzinationen zu haben? Das Schwindelgefühl bringt oft solche Nachwirkungen mit sich, nicht wahr?
Dann mach dir das Leben nicht schwerer als es ist,vor allen Dingen nicht noch gefährlicher. Die Diagnose "Ethilismus" wird in Arztpraxen täglich zig-mal gestellt. Da bist du nicht der Erste und nicht der Letzte.
Du hast deinem Stoffwechsel über Jahre hinweg fleissig Alkohol zugeführt.Glaubst du allen Ernstes,der verzichtet nun ohne Mosern einfach so darauf?????
Deshalb mein dringender Rat: Husch,husch zum Doc.Wenn das Hirn erst einmal krampft,ist es zu spät.
Und wenn es dir in ein paar Tagen besser geht,geh gleich bei einer Suchtberatungstelle vorbei um die weiteren Schritte durchzukauen.
Denn das,was du nun an Kraft brauchst,haste in den Jahren dauernd zugeschüttet.Das dauert einige Zeit,bis sich das alles wieder einpendelt.
Da tut Unterstützung in jeder Form Not.
Den Job solltest du nun wirklich nicht durch einen Rückfall aufs Spiel setzen,gelle?
... da biste sicher nicht der einzige, der das auch mal glaubte.
Du hast in deinen jungen Jahren dein Leben nach dem Trinken ausgerichtet, das Trinken war ein Lebenseininhalt, oder sehe ich das falsch ? Und du denkst, ohne deinen Freund - und ohne Hilfe - kannst du nun so einfach zurechtkommen ? Alkoholismus ist keine schlechte Angewohnheit, es ist eine anerkannte Krankheit. Dir wird es nicht schwerfallen, im Moment nichts zu trinken, dir wird es aber sicher schwerfallen, das auf Dauer zu tun, genau darum gibt es Hilfen. Es sei denn, du siehst das jetzt mal als Trinkpause und wenn du einiges wieder auf der Reihe hast, trinkst du wieder. Du solltest dir schon bewußt sein, was du willst. Wenn du es ernst meinst, und du dein Leben wirklich ändern willst - das mußt du, wenn du weiterhin trocken leben willst - dann kann ich dir auch nur zum Besuch einer Suchtberatungsstelle raten.
Du hast Entzugserscheinungen, du weißt schon, das das sehr gefährlich werden kann ? Diese Halluzinationen nennt man Delirium tremens, du kannst einen Krampfanfall bekommen, dein Kreislauf kann zusammenbrechen etcpp. Kann, muß nicht.
jau,den meinte ich.Hab die Diagnose nur einmal gesehen und war und bin der Meinung,das es mit "E" war.... Vielleicht war's auch nur die Sprechstundenhilfe
wie dir alle schon eindringlich geraten haben: Mit dem Entzug ist nicht zu spaßen! Ich hatte bei den AA angerufen, als ich mal _alleine_ mit dem Trinken aufhören wollte. Die Dame hat mich nach meinem Konsum gefragt und dann geraten, ich solle zur Sicherheit eine Flasche Alkisches bereithalten...
Du willst doch ein neues Leben anfangen und es nicht aufs Spiel setzen! Auf ein-zwei Tage kommt es jetzt auch nicht mehr an.