Hallo leute, ich strauchele seit gestern mit ein paar definitionen rund um den suff!
Saufpause = < 3 Mon.nix trinken Trockenphase> 1 Jahr nix trinken Abstinent > viele Jahre nix trinken
für mich sind das abstruse Definitionen, an denen ich mich nicht orientieren kann, weil das für mich Dinger sind a`la: "wer war zuerst da, die Henne oder das Ei?" Lasst mich erklären; - wenn ich z.B 10 Jahre nix trinke und dann einen Rückfall baue, könnte das doch per definetionem eine 10 jährige Saufpause gewesen sein und keine Trockenphase.
Wenn es in der Wüste 10 Jahre nicht regnet, spricht die Wissenschaft von Trockenphase und nicht von Regenpause !
Ist doch alles irgendwie abstrakt -oder ? Ich ganz persönlich für mich spreche davon, keinen Alkohol zu trinken, obwohl ich sicherlich auch ein Alki bin/war. Bei mir gibt es keine Phase und keine Pause, ich trinke keinen Alkohol-PUNKT. Ich glaube, damit für mich und die Mitmenschen eine Erklärung meines Problems gefunden zu haben, ohne umständlich erklären zu müssen, welchen "Status" ich gerade habe. Sicherlich mag dieses Erklärungssystem befremdlich wirken und sich nicht jedem erschließen, aber mir hilft´s !
ich bin ja noch ein relativer Frischling, der zwar aufhören wollte, aber bis Anfang letzter Woche nur rumgeeiert hat.
Ich habe auch viel über diese Begriffe nachgedacht und mir geht es wie Dir am besten, wenn ich all das gar nicht verwende sondern mir (und auch anderen) sage "ich trinke keinen Alkohol" - fertig. Denn das ist doch letztlich das Einzige, worauf es ankommt, oder?
Ich bin auch gespannt auf andere Meinungen.
LG Tina
Interpunktion und Orthographie dieses Beitrages sind frei erfunden. Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt. :zwinker1:
hi Abi, "- wenn ich z.B 10 Jahre nix trinke und dann einen Rückfall baue, könnte das doch per definetionem eine 10 jährige Saufpause gewesen sein und keine Trockenphase." // So isses! Mein definitiver Unterschied ist: lebe ich so wie früher weiter, also in ständiger Bange vor dem bösen Rückfall, oder bringe ich mein Inneres in Ordnung, und ich lebe fortan in der Realität. Nützlich finde ich das alles durchaus dann, wenn jemand (noch) voll in der Finsternis steht und nicht weiß dass er krank ist. Da muss eine Ordnung zu erkennen sein, die mit Begriffen besetzt wird. Wenn ich hingegen kapituliert habe, mir egal ist wie das alles gekommen war, jedoch nie wieder so wie früher - dafür aber jetzt auf eigenen Beinen, und wohl wissend es geht nur abstinent, dann ist egal wie alle Begriffe entstanden sind. Deshalb finde ich u.a. "heute trinke ich nicht" allem anderen überlegen. Dieser begriffliche 'Zwischenordnungsgrad' stört mich aber nicht weiter. So, dieses meinte Max
Die aufgeführten Phasen und Pausen dienen letztlich nur der Definition im täglichen Umgang untereinander, die ich persönlich wie folgt festmache: Saufpause > zeitweiliges Unterbrechen des langfristig gewohnten Trinkverhaltens; Trockenphase > längerfristiges, abstinenzähnliches Nichttrinken (mit dem Hin- und Hergerissensein zwischen nicht mehr dürfen, nicht mehr wollen und nicht mehr können) und Abstinenz > stabile, langfristige Trockenheit (mit der Einsicht, nicht mehr dazu im Stande zu sein, Alkohol gemäßigt zu konsumieren > Kapitulation). So definiere ich die von Dir aufgeführten Positionen - ich glaube, aber da hat jeder seine eigene Position.
LG Fv
Ein Zuviel an Intellekt ist durchaus geeignet, die Freude am Leben zu trüben.
ZitatGepostet von Max mX ...lebe ich so wie früher weiter, also in ständiger Bange vor dem bösen Rückfall, oder bringe ich mein Inneres in Ordnung, und ich lebe fortan in der Realität.
Sehe ich genauso - nur nicht-trinken wäre bestenfalls ne Saufpause
ZitatWenn ich hingegen kapituliert habe, mir egal ist wie das alles gekommen war, jedoch nie wieder so wie früher...
Ach hier - Echo
Interpunktion und Orthographie dieses Beitrages sind frei erfunden. Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln wäre rein zufällig und ist nicht beabsichtigt. :zwinker1:
@ Meiner meinung nach kommt das nicht ganz hin. Wenn ich etliche jahre abstinent gelebt habe und auch regelmäßig in die shg gegangen bin. Ich aber aus irgent einem grund wieder zum alk greife !!!so würde ich für mich wahrscheinlich sagen:mist was ich da gebaut habe ,nur würde ich nicht wieder in mein altes trinkerleben zurückfall. Ich würde es wahrscheinlich als vorfall ansehen. Da ich doch für mich annehme, genug in der abstinents gelernt zu haben ,das es so nicht weiter geht. Aber wie gesagt ist eine vermutung das ich so handeln würde.
LG FITTi
Liebe Grüße Friedhelm:Ich bin ein Mensch und nicht der Alkoholiker:gut: :grins2:und schreibfehler bei eby versteigern:sly:
hallo fitti, " . . würde ich für mich wahrscheinlich sagen:mist was ich da gebaut habe ,nur würde ich nicht wieder in mein altes trinkerleben zurückfall." // Da hat sich aber schon mancher schwer getäuscht. Und wollte nie wieder zurück, aber dann ging es nicht mehr richtig trocken. Das ist leider der häufigere Fall, Max
Ich denke, das ist eines jeden persönliche Definition.
Bei mir beispielsweise denke ich die meiste Zeit, dass ich trocken bin. Aber in Krisenzeiten habe ich manchmal reichlich nasse Gedanken und dann ist es so, dass ich nur nichts trinke. Bisher habe ich die Phasen ohne Rückfall überstanden. Und ich hoffe, dass dies so bleibt. In solchen Zeiten habe ich bestensfalls eine Saufpause, die dann nahtlos wieder zur Trockenheit wird - und das seit fast 24 Jahren ohne einen Tropfen Alkohol. Was ich sagen will: Ich glaube, dass Zeit nur ein geringer Faktor bei der Einschätzung dessen ist. Es ist eher das eigene Empfinden - oder manchmal auch das Empfinden anderen Gegenüber. Mein (Ex-)Mann hatte manchmal Saufpausen von 3 Jahren. Trotzdem war für mich zu merken, dass es sich um Saufpausen handelt. Jetzt ist er auch nicht viel länger alkoholfrei, aber ich würde sagen, dass er jetzt trocken ist. Irgendwie hat sich seine Haltung sich selber gegenüber geändert.
Naja, also ganz so individuell und persönlich sind Definitionen auch nicht. Abstinenz bedeutet schlicht und einfach Enthaltsamkeit. So mancher leidenschaftliche Säufer bleibt kurzfristig abstinent, weil er mit der Familie mit dem Auto unterwegs ist. Manche bleiben abstinent, damit sie den Führerschein wieder bekommen; wenn es wichtig genug ist, währt diese Abstinenz auch schon mal mehrere Monate, bis man dann endlich wieder die wohlverdienten Biere genießen darf.
Mit dem Begriff Saufpause kann man sich oder andere so schön fertig machen. "Das war doch nur eine jahrzehntelange Saufpause, in Wirklichkeit warst du nie wirklich trocken, hast halt nur nicht getrunken." Geht's noch??
Wir hatten das ja neulich mal in einem anderen Thread zum selben Thema.
zufriedene Abstinenz ist kein Selbstläufer. Ich weiß, daß dieses Pflänzchen immer gehegt und gepflegt werden will.
Das heiß für mich, daß ein Mensch der nach 10 Jahren rückfällig wird nicht unbedingt eine 10 jährige Saufpause gehabt haben muß sondern zwischen drin durchaus viele Jahre zufrieden Abstinent gewesen sein kann.
Gruß Ralf
Zufriedenheit hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab, was du denkst.