ich hatte beim Rumstöbern gesehen, dass es hier einige (ehemalige?) Betreuer gibt. Ich meine ehrenamtliche/gesetzliche, von einem Amtsgericht eingesetzte Betreuer.
Nun ist meine Frage: sind Betreuer eine sinnvolle oder eher eine kontraproduktive Sache für Abhängige?
Decken sie die Probleme zu, indem ein Funktionieren vorgetäuscht oder angestrebt wird, Symptombekämpfung statt Ursachenbearbeitung und Leidensdruck nicht wirklich zustande kommt... weil der Betreuer im Notfall ja einspringt und die Probleme schnell beseitigt?
Statt Verantwortung an den Abhängigen zurück zu geben (wie das von Co-/Angehörigen immer verlangt wird), wird ein offizielles Co-Verhalten praktiziert von den Betreuern. Sie nehmen Verantwortung ab, statt sie zurück zu geben. Halten den Rücken frei, damit in Ruhe weitergesoffen (oder sonstige Sucht befriedigt) werden kann. Die Finazen werden auch gleich noch geregelt, Geld nach Saufverhalten zugeteilt, damit kein Engpass entsteht.
Idealer als jede meckernde Ehefrau, da Betreuer ja ausdrücklich keine Erziehungs- oder Besserungsfunktion haben, sondern zum Wohl des Betreuten zu handeln haben. Auch wenn der Selbstschädigung betreibt (siehe Betreuungsrecht).