nein, ich habe die Erfahrung nicht selber gemacht, daher frage ich ja. Dabei weiß ich jetzt ehrlich gesagt nicht so richtig von welcher Erfahrung Du da jetzt sprichst.
Ich habe mich von meinem alkoholabhängigen Partner vor 1 1/2 Jahren getrennt. Er hat danach eine LZT gemacht. Wir haben uns seitdem ein paar Mal gesehen, jedoch kann ich ehrlich gesagt nicht erkennen, dass sich bei ihm was an Ansichten oder Denkweisen entscheidend geändert hat oder ich bin blind. Wenn wir zusammen sind, trinkt er nix, aber ob er wirklich trocken ist und bleiben will... oder ob das ne Trinkpause mir zuliebe ist, kann ich schwer einschätzen.
Ich weiss nur, dass sich bei mir und bei meinem Verhalten ihm gegenüber entscheidend was geändert hat, nämlich, dass ich nicht mehr vorsichtig bin, mit dem, was ich ihm gegenüber sage, denn, wenn das ein Grund für ihn wäre zu trinken, dann weiss ich ja Bescheid oder so.
Und ich mache mich selbst nicht mehr schuldig für sein Trinkverhalten oder mir den ganzen Tag einen Kopf, wie kann ich mich jetzt verhalten, damit er nicht trinkt.
In langer mühseliger Kleinarbeit habe ich mich von seiner Krankheit abgegrenzt. Ich merke das vor allem daran, dass ich es heute schaffe, mich auch von Leuten fernzuhalten und abzugrenzen oder einfach nur einen distanzierten Kontakt zu pflegen, die eindeutig aktives Suchtverhalten leben, da es mir nach einer Weile damit einfach nicht gut geht.
Ich habe heute auch nicht mehr das Bedürfnis Leuten zu helfen, die aktiv ihre Suchtkrankheit ausleben und meine alleinige Erfüllung darin zu sehen, mich dafür aufzuopfern. Ich reiche ihnen maximal meine Hand, jedoch, wenn sie diese nicht nehmen, wars das auch. Ich denke heute, einem Suchtkranken ist nur wirklich zu helfen, wenn er/sie selbst ernsthaft nach Hilfe ruft und nach einem Ausweg sucht und den Willen hat, etwas gegen das Ausleben der Sucht zu tun. Alles andere ist verschwendete Zeit und Liebesmüh.
Ich habe da noch viel bei mir und mit mir selbst zu tun und aufzuarbeiten, auch meine eigenen, andersgelagerten Süchte zu bearbeiten.
Ich kann heute, dadurch, dass ich mich viel mit der Krankheit Alkoholismus und Sucht auseinandergesetzt habe, bestimmte Verhaltensweisen des anderen besser erkennen und sie nicht persönlich nehmen.
Daher interessiert mich schon, welche anderen Denkweisen und Meinungen Du jetzt als trockener Peter hast.
Zitat: papalilli sagte ja das seine stimmung nix mit mir zutun hat tue ihm ja auch nichts
es ist wirklich so das er von einer minute auf die andere gereizt und deprimiert ist.......
Das finde ich ja schon mal rührend, das du seiner Meinung nach nichts mit seiner Stimmung zu tun hast, weil du ihm ja auch nichts tust. sauer2 Oh man, für mich wäre das nichts !!sprachlos
Wenn es dir zu viel wird, hau doch mal auf den Tisch und knall ihm auch mal deinen Frust vor den Latz !!motz
Vielleicht rüttelst du ihn dadurch wach. Nur um ihn zu schonen den Mund halten, ne, ich halte das für falsch !! Dann müßtest du ja ständig seinen Launen nachgeben, damit er ja keinen Grund zum Saufen hat. frage3
Ich nehme selbstverständlich auch Rücksicht auf meinen Mann, sage aber das, was mich stört und vor allen Dingen, was mich bedrückt ohne Angst zu haben, er könne wieder zur Flasche greifen. augen
Zitat: Um es noch mal deutlicher zu machen. Du hättest durchaus auch schreiben können: "hölle, jetzt war er erst andauernd besoffen und nun hängt er beleidigt in der ecke rum. Der geht mir langsam auf den Zeiger!" Capice?
Ich finde diesen Satz von Merryl ganz treffend. Im Grunde ist es doch so.
Wenn ich deine Posts so lese, habe ich eher das Gefühl, dein Mann ist zwar trocken, doch damit nicht zufrieden !!
annileinhallo1
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#42 | Donnerstag 30. Juni 05 (13:56) ProfilnMailIPSuchen
hallo mamalilli bei uns ist es auch so haue dann auch mit der faust auf den tisch manchmal muß das so sein der gedanke er könne aus diesem grund wieder anfangen zu trinken,schiebe ich ganz weit weck wer es will findet immer einen grund es muß für euch beide eine lösung geben
IHR MÜSST SIE NUR FINDEN
L.G. gaby
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Beiträge: 20 Dabei seit: 23.03.04
#43 | Donnerstag 30. Juni 05 (22:50) ProfilnMailIPSuchen
Halo Mamalilli, leider muß ich gestehen das Gaby mit ihrer art und weise mir gegenüber recht hat und das es für mich nicht einfach ist damit umzugehen,wenn Sie mal auf den Tisch haut. Ich habe zwar lange gebraucht um das zu begreifen,aber heute finde ich es gut das es so ist.Bin z.zt. noch in einer Tagesklinik und kann da mit meiner Therapeuthin drüber reden und kann es von daher auch gut Verarbeiten. Die andere seite ist,das Gaby aber auch erstmal lernen mußte mit mir als " Trockenen Menschen " klar zu kommen,da ich mich ja geändert habe in meinen ansichten und meiner Meinung. --------------------------- Ich schließe mich auch der Meinung von Gaby hier an und schicke Dir mal
LG Peter
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#44 | Freitag 01. Juli 05 (6:38) ProfilnMailIPSuchen
Hallo Gaby und Peter,
Ich finde es große Klasse und sehr mutig, dass Ihr hier beide schreibt!bravo1
Peter, Du schreibst: da ich mich ja geändert habe in meinen ansichten und meiner Meinung.
Darf ich fragen, was sich denn geändert hat an Deinen Ansichten und Meinungen, seit Du trocken bist und womit Du meinst, Gaby nun klarkommen muss?
Liebe Grüsse Sonnensturm
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#45 | Freitag 01. Juli 05 (7:26) ProfilnMailIPSuchen
Guten Morgen sonnensturm,
Vielleicht hastdu ja auch die erfahrung gemacht ( bei dir Selber ) Bei Gaby und mir war es so das Sie mich erstmal kennengelernt ha mit " normalem Trinkverhalten " Dann kannt sie den "Saufkopf" und jetzt den Trockennen Partner. Das sind drei Verschiedene Menschen durch ihr Trinkverhalten. Seit ich trocken bin kann ich offener mit Problemen umgehen,und das ist auch nicht so einfach für Gaby,da sie das ja nicht kennt von mir,das ich einiige sachen selber regeln kann.
ich denke mal du verstehst das so wie ich das so beschrieben habe.
Gruß Peter
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Beiträge: 501 Dabei seit: 09.05.05
#46 | Freitag 01. Juli 05 (7:48) ProfilnMailIPSuchen
Moin Peter,
nein, ich habe die Erfahrung nicht selber gemacht, daher frage ich ja. Dabei weiß ich jetzt ehrlich gesagt nicht so richtig von welcher Erfahrung Du da jetzt sprichst.gruebel
Ich habe mich von meinem alkoholabhängigen Partner vor 1 1/2 Jahren getrennt. Er hat danach eine LZT gemacht. Wir haben uns seitdem ein paar Mal gesehen, jedoch kann ich ehrlich gesagt nicht erkennen, dass sich bei ihm was an Ansichten oder Denkweisen entscheidend geändert hat oder ich bin blind.frage3 Wenn wir zusammen sind, trinkt er nix, aber ob er wirklich trocken ist und bleiben will... oder ob das ne Trinkpause mir zuliebe ist, kann ich schwer einschätzen.
Ich weiss nur, dass sich bei mir und bei meinem Verhalten ihm gegenüber entscheidend was geändert hat, nämlich, dass ich nicht mehr vorsichtig bin, mit dem, was ich ihm gegenüber sage, denn, wenn das ein Grund für ihn wäre zu trinken, dann weiss ich ja Bescheid oder so.frage3
Und ich mache mich selbst nicht mehr schuldig für sein Trinkverhalten oder mir den ganzen Tag einen Kopf, wie kann ich mich jetzt verhalten, damit er nicht trinkt.
In langer mühseliger Kleinarbeit habe ich mich von seiner Krankheit abgegrenzt. Ich merke das vor allem daran, dass ich es heute schaffe, mich auch von Leuten fernzuhalten und abzugrenzen oder einfach nur einen distanzierten Kontakt zu pflegen, die eindeutig aktives Suchtverhalten leben, da es mir nach einer Weile damit einfach nicht gut geht.
Ich habe heute auch nicht mehr das Bedürfnis Leuten zu helfen, die aktiv ihre Suchtkrankheit ausleben und meine alleinige Erfüllung darin zu sehen, mich dafür aufzuopfern. Ich reiche ihnen maximal meine Hand, jedoch, wenn sie diese nicht nehmen, wars das auch. Ich denke heute, einem Suchtkranken ist nur wirklich zu helfen, wenn er/sie selbst ernsthaft nach Hilfe ruft und nach einem Ausweg sucht und den Willen hat, etwas gegen das Ausleben der Sucht zu tun. Alles andere ist verschwendete Zeit und Liebesmüh.frage3
Ich habe da noch viel bei mir und mit mir selbst zu tun und aufzuarbeiten, auch meine eigenen, andersgelagerten Süchte zu bearbeiten.
Ich kann heute, dadurch, dass ich mich viel mit der Krankheit Alkoholismus und Sucht auseinandergesetzt habe, bestimmte Verhaltensweisen des anderen besser erkennen und sie nicht persönlich nehmen.
Daher interessiert mich schon, welche anderen Denkweisen und Meinungen Du jetzt als trockener Peter hast.
Gruss Sonnensturm
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Hallo annilein oje das ist auch nichts für mich was meinst du warum es mir so geht tacheles wird bei uns nicht geredet das macht mich wütend
alles wird auf die goldwaage gelegt und wenn ich mal was vom stapel lasse ohje dann ist schmollen angesagt
hab schon auf den tisch gehauen bringt nix er zieht sich am pc zurück genau die launen die stecken mich regelrecht an und meine kinder auch da ist ne spannung zu hause auweia ich nehme zuviel rücksicht wie auch immer er sieht das genau umgekehrt
so hab einen termin bei seiner therapeutin eventuell kann die mir noch was dazusagen
ich nehme sehr viel rücksicht und bleibe dabei auf g´der strecke so fühle ich mich momentan ich bin ein gefühlsmensch und lebe das auch mein mann dagegen hat gar keine gefühle stimmt ja auch nicht aber so kommt es mich vor lg sandra
hallo gaby
die lösung wäre ein klärendes gespräch und einmal im leben zu sagen was man will und erwartet sonst will ich nix ist für mich wichtig das gemeinsam ist halt momentan nicht da er hat auch mal gute tage aber die sind eher selten........... lg sandra
hallo peter
ich finde es ganz toll das du so zu deiner frau stehst und erkennst um was es geht auch sie hat viel mitgemacht wie du auch und klar muss man den trockenen partner erst mal verstehen lernen ist nicht einfach aber machbar nur gehören da zwei dazu reden ist sehr wichtig und mein mann muss lernen auch mal gefühle zuzulassen das war noch nie seine stärke ich will nichts zerreden nur ohne worte geht es nicht lg sandra
versuche doch einfach mal, keine Rücksicht mehr zu nehmen. Oder nicht so viel.
Wenn er schmollend in der Ecke sitzt, nicht bereit ist über seine Probleme zu sprechen, oder über das, was ihn bedrückt, dann soll er woanders schmollen !!!
Im Moment trinkt dein Mann nicht, ok, aber ist das denn ein Leben, wie du es dir vorgestellt hast???
Was ist mit deinen Kindern??? Haben die nicht auch ein Recht mit ihrem Papa etwas zu unternehmen??? Ob es nun heiß ist oder nicht, auch als Papa hat man gewisse Pflichten den Kindern gegenüber !!!!
Patrizia meinte, man solle deinen Mann doch irgendwie zum Aufwachen bringen, vielleicht solltest auch du wach werden.
Hallo Sonnensturm, Sorry das ich erst jetzt antworte,aber ich bin mit der Tageskinik ziemlich ausgelastet und habe den Kopf voll.
Zu Deiner Frage was ich jetzt für eine Meinung zu der Beziehung habe mit meiner Frau ist ganz einfach zu erklären:
Ich Respektiere Sie jetzt und versuche mit Ihr gemeinsam die Probleme die anfallen gemeinsam zu lösen ohne das ich gleich hochgehe wie eine Rakete.
Meine Denkweisen haben sich in der hinsicht geändert,das ich einsehe das auch ich möchte das ich so akzeptiert werde wie ich bin und das ich auch mal zuhören muß und verstehe was wirklich gemeint ist.Das habe ich zuerst nur von meiner Frau erwartet,also nehmen und nicht geben.
Jetzt ist es fast im einklang und es ist wieder ein Geben und nehmen und zuhören auf beiden Seiten da. Das ist aber auch ein Lernprzess für beide gewesen und das haben wir lettendlich gemeinsam geschaft worauf wir auch sehr stolz sind.
Ich hoffe ich konnte Dir deine Fragen ausreichend beantworten und freue mich wenn ich auch anderen damit weiterhelfen kann in dem ich hier mit meiner Frau unsere erfahrungen weitergeben kann.
mir gehts die letzte zeit recht gut was mein mann betrifft ist er im moment auf dem richtigen weg was seine launen angeht.........
ausser auf der arbeit...... ein neuer arbeitskollege von meinem mann hatte angst mit ihm zu arbeiten weil er immer so böse schaut der neue kollege sprach ihn darauf an und mein mann war ganz erstaunt er nimmt das gar nicht so wahr
er erzählte mir es dann und ich sagte das ist für mich nix neues du schaust oft so und verhälst dich dann auch so.....
im augenblick habe ich das gefühl das er sich mehr öffnet hängt auch mit der thera zusammen es kann ja auch nicht von heute auf morgen alles gut sein
ich merke er bemüht sich sehr und das gebe ich ihm dann auch zurück es ist dann einiges leichter für uns alle.......
ist ein bischen verwirrt t´schuldigung
hoffe das es dir auch gut geht annilein und meld dich nochmal