Zitat Wenn Du aber nun in dieser Firma die Entscheidungsgewalt hättest, würdest Du dann das Aufstellen der Automaten verbieten?
Grüße Claus[/b]
Wo ich das Sagen hab, stell ich höchstens selber was auf und sonst keiner!!! Und da ich selbst rauche, wird da gequarzt bis zum Umfallen... *Ironiemodus aus*
Nochmal, ein Verzicht des Ausschanks hat nichts mit Verbot zu tun sondern soll FREIWILLIG durch den Sportverein erfolgen.
Die Trainerin regt es übrigens auf der nächsten Vereinssitzung an. Wird dann demokratisch entschieden, so what?
Ich kann auch ohne Alkohol traurig sein. (Simon Borowiak)
Bei welcher Droge hat die Legalisierung etwas verbessert?
Alle illegalen Drogen hatten eine Zeit, in der sie legal waren: Heroin, Kokain, Morphium etc. Es gab ernsthafte Gründe, das zu ändern. Früher war Coca-Cola schließlich ein kokainhaltiges Getränk.
Beim Alkohol verbreitet Hollywood das Märchen von der Mafia. Die amerikanische Industrie hat die Antialkoholgesetze aushebeln lassen, um die notwendigen Steuererhöhungen seitens der Regierung zu umgehen und den Finanzbedarf über die Alkoholsteuer abdecken zu lassen. Schon mal davon gehört? Kommt in Hollywoodfilmen eher nicht vor. Die Mafia gibt es in Italien, Rußland etc. Gab es dort Antialkoholgesetze?
Schweden hatte eine liberale Alkoholpolitik in früheren Zeiten. Ähnlich wie heute in den Ländern der ehemaligen SU ist der Alkoholismus die 2.größte Volksseuche geworden, weshalb Gesundheitspolitiker dieser Länder jetzt zu uns kommen, um Selbsthilfegruppen, Therapiezentren etc. anzuschauen. Die freie Marktwirtschaft hat dort das Alkoholproblem noch schlimmer gemacht als es schon war. In Schweden wurde eine restriktive Alkoholpolitik eingeführt, was zu eindeutigen Verbesserungen des Gesundheitszustands der schwedischen Bevölkerung führte. In Schweden gibt es dazu einen Konsens in der Gesellschaft, auch wenn deshalb Schweden natürlich nicht alkoholfrei ist. Die Einschränkung der Verfügbarkeit, Preispolitik und Prävention sind auf jeden Fall sehr geeignete Maßnahmen, die noch nicht süchtige Bevölkerung zu schützen, nicht zu verwechseln mit behüten.
Es ist also nicht so falsch, über restriktive Maßnahmen nachzudenken. Ich bin dafür. Das Alkoholverbot in den Betrieben ist ja hier auch schon sehr verbreitet. Was ist daran schlimm? Wer will schon einen alkoholisierten Baggerfahrer, Lok-Führer oder Piloten akzeptieren, nur um dessen persönliches Freiheits-und Selbstbestimmungsrecht auf dem Schild zu tragen? Schlimm erscheint das halt denen, die meinen, Alkohol sei das A und O des Lebens. Aber diese Leute können weder mit Freiheit noch mit Gesetzen umgehen. Da gilt es, gesellschaftliche Grenzen zu stecken bzw. bei Sucht, das Anbieten von Hilfen. Kein Süchtiger nimmt aus freien Stücken Hilfe an. Nur, wenn ich irgendwo die Rechnung bekomme für die Sucht, dann besteht die Chance, sich "freiwillig" zu ändern.
Die Verringerung der Alkoholpräsenz ist eine sehr wirkungsvolle Maßnahme. Wie auch beim Tabak. Europa fehlte rauchermäßig nichts bis Columbus den Tabak mitbrachte.
ZitatGepostet von clausb Der Fehler ist mir aber bewußt, der andere den Verursachern oft nicht, teils mit fatalen Folgen für Dritte.
Bring doch erst mal dich und deine eigenen Kollateralschäden in Ordnung, bevor du die Welt rettest
Was hat das eine mit dem anderen zu tun, ich helfe beruflich auch tätlich Leuten, mehr Geld zu verdienen, wieder einen Job zu finden, sich weiter zu bilden etc.
Dann könnte ich das nach Deiner Logik auch gleich sein lassen.
ZitatGepostet von clausb Was hat das eine mit dem anderen zu tun
Genau das frage ich mich auch, wenn ich dich lese. Warum meldet sich jemand in seiner Freizeit in einem Vegetarierboard an und verbringt Stunden damit, die Stammbelegschaft vom Fleischfressen überzeugen zu wollen. Wird dich nicht erfreuen, aber ich kenne die Antwort
It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society. J. Krishnamurti
ZitatGepostet von clausb Was hat das eine mit dem anderen zu tun
Genau das frage ich mich auch, wenn ich dich lese. Warum meldet sich jemand in seiner Freizeit in einem Vegetarierboard an und verbringt Stunden damit, die Stammbelegschaft vom Fleischfressen überzeugen zu wollen. Wird dich nicht erfreuen, aber ich kenne die Antwort
Nicht alles was hinkt, möchte mal ein Vergleich werden.
ZitatGepostet von Matthias53[/i] Beim Alkohol verbreitet Hollywood das Märchen von der Mafia.
Ich bin kein Fan von Hollywoodfilmen (ausser alten Scorsese-Mafiatrilogien und ähnlichem, aber um Alk geht es dort nicht) und ich weiss nicht, was die dort verbreiten.
Aber durch die Prohibition, den Alkoholverbot, entstanden Verbrechersyndikate, das waren italienische Mafiosi, die Ende des 19. Jhdts. durch Versuche, in Italien die Mafia zu zu zerschlagen, aus ihrem Heimatland nach USA ausgewandert waren. Dort verbandenen sie sich mit Mitglieder anderer Nationen zu sogenannten "Verbrechenssyndikate". Und aus diesen Strukturen entstand die organisierte Kriminalität (wieder Mafia) Zu Zeiten der Prohobition war es die Mafia, die den Alkohol, Drogen und Prostitution vertrieb und somit ihren Reichtum begründete. Ohne die Prohibition wäre die Mafia nie so mächtig geworden dort.
Also - so sind mal meine Informationen zu diesem Thema. In jedem Verein gibts doch die Leute, die bei sich jeder Gelegenheit gerne vollaufen lassen, aber auch Leute, die gar nix trinken. Meine Eltern haben mir auch alles verboten, ausser Klavierspielen und Tischtennis - und dann nach dem Training - sofort nach Hause. Genutzt hats nichts.