Ich habe ja - vor allem seit ich keinen Alk mehr trinke - Probleme mit der Haut: atopisches Ekzem, so in der Art Neurodermitis, auf Hände und Beine begrenzt.
Jetzt habe ich schulmedizinisch alles durch: Allergietests, Cortison, Strom, alle Salben auf dem Markt. Darüber hinaus: Homöopathie, TCM, Yoga. Nix hilft
Jetzt bin ich bei einem Arzt der - nach der Untersuchung - der Ansicht ist, dass ich versuchen solle, einige (!) Zeit glutenfrei zu essen.
Ich habe den Eindruck man/frau darf jetzt fast nix mehr essen.
Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Hilft das?
Der Leidensdruck ist schon so groß, dass ich so ziemlich alles tun würde.....
Also dafür finde ich deinen Doc sehr - sagen wir mal - entspannt. Wenn der Verdacht auf eine Glutenintoleranz besteht, solltest du das dringend abklären lassen. (btw: Es gibt mittlerweile glutenfreies Brot etc. - aber "eigentlich" nicht vom normalen Bäcker, der kann die Vorschriften im Normalfall nicht erfüllen). Ansonsten ist mittlerweile auf vielen Lebensmitteln "glutenfrei" zu finden. Oder ein Zeichen mit einer durchgestrichenen Ähre. Zöliakie ist gar nicht so leicht zu nehmen. Kannn Spätfolgen haben.
Danke, für die Rückmeldung. Also, Zöliakie ist es nicht. Eher eine (mögliche) Unverträglichkeit und irgendwie der letzte Versuch, etwas an der Haut zu bessern!?
Also ich kenne im Zusammenhang mit Gluten nur "Dermatitis Herpetiformis" und das ist auch eine "normale" Zöliakie nur zusätzlich noch die Hautprobleme.
Aber probiere es. Mit Fertiggerichten wird es dann schwierig, weil da fast überall Gluten drin ist. Ansonsten Reformhaus. Fleisch, Fisch, Geflügel, Obst, Gemüse, Milchprodukte ist ja auch diesbezüglich ungefährlich.
Ich befass mich seit längerer Zeit mit Ernährung und bin dabei auch immer wieder auf den Zusammenhang Getreide/Unverträglichkeit gestoßen.
Getreide ist erst relativ kurz in unserer Ernährung, in unseren Breiten nicht mal 5000 Jahre, zu kurz für eine vollständige Anpassung.
Ich habe zwar keine Hautprobleme und vertrage auch alle Lebensmittel recht gut, hab aber festgestellt, dass ich zu denen gehöre, die noch nicht gut an Kohlenhydrate angepasst sind. Angefangen hab ich schon vor Jahren, abends grunsätzlich keine Kh mehr zu essen oder in sehr geringen Mengen. Hatte mit der Umstellung auch keinerlei Probleme.... seither ist mein Gewicht stabil, obwohl ich relativ viel esse abends.
Ich denke mir, es ist letztlich egal, wann man die KH isst, wichtig ist für meinen Typ, der eben schlecht kohlenhydratadaptiert ist, die Menge grundsätzlich zu reduzieren.
Keine Heißhungerattacken mehr, und endlich erlebe ich wieder echte Hunger- und auch Sättigungsgefühle. Nach einem Teller Nudeln hatte ich stets noch Hunger und hab locker noch ein großes Dessert geschafft, auch zwei oder drei.
Seit dem mehrheitlichen Verzicht auf Getreideprodukte hat sich mein Allgemeinzustand erheblich verbessert, was ich merke, wenn ich mal wieder zuschlage. Frisches Brot und leckerer Schinken vom Bauern, das muss einfach ab und an sein Pasta, Reis und co vermisse ich nicht. Esse ich sehr selten, meist bei anderen, auch früher schon.
Im Getreide sind durch jahrelange Zucht massenhaft Stoffe, die der Körper nicht wirklich verwerten kann und bei vielen Menschen zu Problemen führt, die sie nicht damit in Verbindung bringen. Extra gezüchtet für die Brotbäckerei industrieller Natur (Klebereiweiß, damit es sich in der Maschine gut durchrühren lässt).
Brot ist an sich kein gesundes Nahrungsmittel sondern ein waschechtes Fertigprodukt, inustriell verarbeitet und ziemlich wertlos wie alle Fertigprodukte. Der Mythos Brot wurde sogal mal in NDR in der Tagesschau thematisiert. Dass kaum noch ein Bäcker richtigen Sauerteig verwendet, sondern genau die gleichen Fertigzutaten wie Großbäckereien.
Ich würde an deiner Stelle mal versuchen den Übeltäter rauszufiltern und mein Verdacht fällt bei Hautprobelemen stark auf Getreide bzw einige seiner Inhaltsstoffe.
Mal vier Wochen testweise getreidefrei essen und gucken, was passiert. Falls sich nichts ändert, kann man es ja wieder hinzufügen, wenn man nicht drauf verzichten mag.
Mir fehlt es wie gesagt nicht, bin aber wohl auch der Jäger- und Sammlertyp, der mit wenig Kohlenhydraten besser funktioiert. Da gibts durchaus auch andere Typen wie meine beste Freundin.
Allerdings ist der Entzug erstmal hart, fast wie wir ihn vom Alkohol kennen Ist ja klar, dass der Körper meckert, wenn er nicht zwei- bis dreimal täglich seine heißgeliebten weil schnell verfügbaren Kohlenhydrate in Form von Brot und co bekommt... und sich stattdessen selbst welche herstellen muss aus Körperfett.