mach doch einfach weiter mit dem Aufhören bzw. tapse am besten gar nicht mehr an in die Falle Alkohol.
Was mir bislang geholfen, war eine schlichte Einsicht: Die Tage, die ich jetzt schon habe, musst ich nur nochmal leiden, wenn ich wieder anfange zu trinken und dann wieder aufhören will. Und ich wollte ja aufhören...
Morgen geht es mir jedesmal besser als heute und übermorgen besser als morgen. Klar gibt es Hänger, aber jeden Tag einen Schritt weiter aus dem Mist ...
Womit ich - jetzt 24 Tage ohne Alk - zu kämpfen hatte: Am Anfang war ich müde ohne Ende, konnte kaum schlafen und war sehr depressiv - aber das ist jetzt schon die meiste Zeit Schnee von gestern. Dafür geht es mir häufig schon richtig gut ... Auf jeden Fall besser als mit Alk.
ZitatGepostet von Jan [Gast] Moin zusammen, ja, ne ander Arte der Belohnung suchen ?? Sex ??? Gummibärchen ?? (würg) Vielleicht sollte ich dann Shoppen gehen (vorallem Bücher oder CD´S) ??
Super Idee . Erst Sex, dann Gummibärchen und anschließend einkaufen gehen . Was spricht dagegen, ausser dem "würg" bei den Gummibärchen ? Dann nimm einfach Schokolade, das kommt auch ganz gut .
... ich weiss nicht wie - aber es funktioniert ...
Ähnliche Gedanken hatte ich auch, nachdem ich es endlich geschafft hatte mein erstes Meeting zu besuchen.
Aber bilde Dir bitte keine endgültige Meinung nach dem ersten Meeting ... Geh' erst 10 mal ...
Ich habe mich anfangs überwinden müssen regelmässig zu gehen, habe nach der Therapie geglaubt alles zu wissen und nach ein paar Meetings brauchte ich die Gruppe nicht mehr ...
Mache nicht den gleichen Fehler wie ich !!!!!
Die Gruppe ist - mit Sicherheit - nicht Allwissend und die Suche nach dem Patentrezept hast Du bestimmt auch schon aufgegeben.
Wenn Du Dich hinsetzen kannst und Dir selber glaubst bei dem Satz : Mein Name ist xxx und ich bin ein Alkoholiker ... - dann wird es langsam, aber sicher immer weiter bergauf gehen.
Ich habe nich bei meinen ersten Meetings noch gründlich selbst beschissen, aber seit ca. 2 Jahren bin ich Frank, ein trockener und meistens zufriedener Alkoholiker.
Ich habe mich damals das "Blauen Kreuz" vor den AA vorgezogen, es gab eigentlich keine Gründe dafür. Vielleicht so was wie, ne persönliche Intuition..:-) Muss gestehen, dass ich mich dort und immer noch, sehr wohl fühle. Obwohl der Kirchensegen auch vorhanden ist. Belohnen tu ich mich regelmäßig, mit nem feinen, heißen Espresso..oder nem Joghurtbecher mit viel frischen Obstsalat...es gibt viele solcher Dinge..irgendwann fängt man an sie zu genießen, mehr als der Alk es eigentlich vermag... Na ja...Sex und Gummibärchen..muß schmunzeln...und lass es einfach mal so stehen..
ich weiss ja nicht welches Buch Du über die AA's liest, aber ich besuche seit einiger eine Gruppe und habe nichts über individuelles Versage o. ä. vernommen.
Fakt ist doch : ICH bin für meine Sauferei verantwortlich, ICH muß mit meiner nassen Vergangenheit aufräumen, aber wofür muß ich büssen ... ???
Das Programm - in dem nur der erst Schritt ohne wenn und aber vollzugen werden MUSS (... Ich gab zu dass ich dem Alkohol gegenüber machtlos bin ...) hilft mir einiges zu akzeptieren was ich sowieso nicht ändern kann.
Die anderen Schritte (z.B. die gründliche Inventur) dienen doch hauptsächlich zur Problembewältigung.
Diese Schritte haben mir persönlich (und wenn ich vom saufen rede kann ich eigentlich nur von mir erzählen, oder ???) mehr geholfen als das "Gerede" in der Suchtberatung.
Vielleicht war ich aber auch noch nicht so weit dass ich in den Gesprächen überhaupt etwas verstehen konnte oder wollte.
Es wäre noch interesant zu wissen welches Buch Du in die Finger bekommen hast ...
Ich wünsche Dir gute 24 Stunden
Frank
Ich habe einiges an AA Literatur bei mir 'rumliegen, habe jedoch nichts dergleichen gefunden.
Vielleicht hast Du ja die Gelegenheit Dir das Blaue Buch der AA's zu besorgen.
Hab meine LZT gerade hinter mir und muss sagen es war die beste Enscheidung meines Lebens. Endlich weiß ich wer ich bin und warum ich so geworden bin. Wichtig ist das deine Entscheidung Freiwillig ist und du keinem Zwang unterstehst außer deinem eigenen. Wenn du Hart und Ehrlich gegen dich selber bist, bereit dazu dich Seelisch nakig auszuziehen soll heißen offen und ehrlich über dich und deine Probleme zu Reden und endlich aufhörst vor dir selber davon zu Laufen dann ist eine LZT die beste entscheidung die man Treffen kann. Ich wünsche Dir viel Erfolg auf deinem Weg.
Willkommen im Kreise der LZtler. Die Anzahl hier ist überschaubar. Und Verstärkung, bzw. positive Aussagen über LZT hier finde ich gut.Besonders wenn sie nicht nur von den paar Usern vertreten werden die bisher hier posten.
Die Skeptiker dieser Form der Hilfe sind hier in meinen Augen in der Überzahl.
Meinen Senf was LZT angeht habe ich hier schon abgeliefert. Deshlab habe ich jetzt freudig Dein Posting gelesen. Ich bin 100% Deiner Meinung.
Ja genau im schönen Daun. Warst du auch da? Dann könnten wir ja vielleicht ein paar erfahrungen austauschen. Sollten andere hier im Forum fragen zu Thommen haben dann schickt mir doch einfach eine Mail ist wirklich eine sehr empfehlenswerte Klinik.
Ich möchte jetzt mal was zu der angenommenen Skepsis wegen LZT oder auch wegen der stationären Entgiftung sagen. Ich fühl mich auch angesprochen, denn es ist wohl so rübergekommen, als ob ich da irgendwie dagegen wäre.
Für meinen Teil bin ich da überhaupt nicht skeptisch. Ich bin überzeugt, daß das für viele das Richtige ist. Das richtige ist immer das, was zum Ziel führt - hab ich mich klar ausgedrückt?
Genauso bin ich aber auch überzeugt, daß es erstrebenswert ist, mit dem Trinken aufzuhören, bevor LZT oder Entgiftung notwendig sind. Man kann in meinen Augen die Selbstverantwortlichkeit nicht früh genug anfangen. Für sämtliche Beteiligten - die Betroffenen, die Angehörigen und unser Gesundheitssystem - ist es von Vorteil, wenn man es alleine schafft. Je weniger man in die Krankheit hineinrutscht, um so besser. Denn jeder zusätzliche Tag kann seine Spuren hinterlassen. Ich möcht nicht wissen, wie viele sich im Hinblick auf den sicheren Termin nochmal die Kante gegeben haben, die sich erst kurz vor diesem Ziel bleibende Schäden zugezogen haben. Deswegen find ich persönlich es halt besser, die Leute in dem Moment ohne Wenn und Aber zu unterstützen, wo ihnen der Lichtblick zu Teil wird.
Zumindest mal, wenn die körperliche Abhängigkeit nicht besonders ausgeprägt ist. Inzwischen komm ich immer mehr zu der Überzeugung, daß psychische und körperliche Abhängigkeit sich wohl doch grundsätzlich unterscheiden, denn manches, was die körperlich Abhängigen beschreiben, ist mir einfach dermaßen fremd. Ich seh das aber schon auch mit der angemessenen Demut...daß mein Glück halt Glück war und kein persönlicher Verdienst.
Es läßt doch auch jeder, der dieses Glück hat und es alleine schafft, Platz und Geld für diejenigen über, die dieses Glück halt nicht haben. Denn wenn die Mittel verbraucht sind, sind sie halt weg. Wir kriegen doch permanent die Diskussionen um unser Gesundheitssystem mit. Da wird schon an diesem Punkt auch gespart werden.