ich höre sehr oft: "Arbeitslos mit 50 Jahren und dann findest du keinen Job mehr!"
das stimmt so nicht!!!!!
Ich bin nun 50 Jahre und habe auch einen neuen Job gefunden. Meine Nachbar ist 58 Jahre, hatte 31 Jahre in einer Chemie gearbeitet, dort sogar noch gelernt und nu bekam er einen neuen Chef und seit 4 Jahren ging er mit nem Buckel voller Wut, Depression Angst usw.zur Arbeit.
Er konnte nicht mehr und hatte sich in anderen Firmen beworben. Auf seinem Beruf fand er so schnell keine Arbeit, doch er arbeitet jetzt im Krankenhaus mit ganz neuen Aufgaben. Es gefällt ihm sehr gut...und mittlerweile geht er mit einem geradem Rücken zur Arbeit
Er hatt auch neue Kollegen und man sieht wie die Veränderung ihm gut tut.
Es muss nicht immer das gleiche sein, was man gelernt hatt Ich sehe es immer als Chance einfach wieder mal was neues probieren...man steht dann nicht immer so stur da wie ein Laternenpfahl! Einfach ausprobieren...egal was man gelernt hatt...das macht das Leben offen und locker
Doch Bernd dazu muss man auch trocken sein und eine LZT ist gut für dich
Also, ich habe jetzt erst einmal genug geschrieben. Politische Diskussionen wollte ich ohnehin nicht entfachen.
Micha, Du solltest eigentlich wissen , dass es rückwirkend weder vom Sozialamt noch vom Arbeitsamt Geld gibt. Seit 30.6. bin ich wieder in der Arbeitslosenhilfe, da erklärt sich das Sozialamt für nicht zuständig.
Ich werde trotzdem hin gehen und schreib Dir mal das Ergebnis. Kannst es ja ignorieren, wenn es nicht passt. Hungern muß ich nicht, ein Freund hat mir ein wenig helfen können.
Aber auch ihm mit seiner kleinen Firma geht es schlecht, seine Möglichkeiten sind sehr begrenzt. Auch traurig für jemanden, der früher überdurchschnittlich verdient hat, alleinerziehender Vater von zwei Kids ist. Aber die Firmen, die zu seinen Kunden zählen, laufen zwar täglich durch den Börsenticker, bezahlen aber ihre Rechnungen nicht. Das ist Realität, kein Meckern, kein Klagen, nur leider bin so geboren, dass ich mir die Augen nicht verkleistern kann.
Noch an Lisl:
Was habt Ihr nur für ein Bild von mir???
1998 war ich schon dabei, einen Hausmeister-Job in einem Kindergarten anzunehmen. Ich habe ja keine zwei linken Pfoten. Zum Glück hatte ich dann auf eigene Initiative noch eine Fortbildung als SAP-Consultant bekommen. Aber auch da blieb am Ende Frust. Die Zertifizierungsprüfung kostete 1200 DM, soviel hatte ich einfach nicht. Ärgerlich, wenn man zu den Besten eines Kurses gehört - oder nicht?
[f1][ Editiert von Bernd48 am: 13.07.2004 12:50 ][/f]
ich habe sozusagen gar kein Bild von dir, da ich leider zu wenig weiss von dir. Mein obriges Post sollte nur zum Austausch oder Anregung für alle dienen.
Ich habe ein äusseres Bild von dir gesehen...und mir gedacht:
"Mensch der schafft das doch"!
Doch wie gesagt: Nur das äussere...ich kann nicht in dich auf deinem Photo hineinsehen
Lieber Bernd du schreibst: Micha, Du solltest eigentlich wissen , dass es rückwirkend weder vom Sozialamt noch vom Arbeitsamt Geld gibt.
Wenn du besoffen auf dem Rücken liegst, dann funktioniert keine Arbeitsagentur und kein Sozialamt. Das ist es doch: Du hast ne ganze Menge Chancen versaubeutelt. Aber du bist immer noch nicht am Ende, weil du zwei geschickte Hände und eine halbwegs funktionierende Intelligenz hast. Und entweder du nutzt die oder du lässt sie brach liegen. Das ist –wiedereinmal- deine Entscheidung.
"Das ist Realität, kein Meckern, kein Klagen, nur leider bin so geboren, dass ich mir die Augen nicht verkleistern kann."
Vor deinem eigentlichen Problem verkleisterst Du Dir Deine Augen aber ganz gut, Bernd. Oder? Wieder sind es die anderen, diesmal sind es börsennotierte Großunternehmen. Ich weiß, dass die Zahlmoral momentan unter aller Sau ist, aber was hat das mit Deinem Problem zu tun? Und: wenn Du SAP kannst, brauschste auch kein Zertifikat. aber egal. auch darum geht es nicht......
2002 war ich gut ein halbes Jahr trocken. Mit den Absagen auf meine Bewerbungen aus dieser Zeit könnte ich mein ganzes großes Wohnzimmer tapezieren. Und ich habe mich auf alles mögliche beworben, wo ich dachte, das kann ich auch.
hu? seits Ihr da alle in der Zeile verrutscht? Egaaaal ... macht nix.
das Thema Arbeit ist gut. Ich habe meinen Entzug am Anfang von meiner Arbeitslosigkeit gemacht. Bin da (aus nachlässigkeit und weils mir auch wurscht war) gekündigt worden.
In der Arbeitslosen Zeit fiels mir dann leichter nüchtern zu bleiben als jetzt wo ich wieder Arbeit habe (seit über nem halben Jahr). In der arbeitslosen Zeit habe ich bewusst gelebt mit dem Gedanken das ich jetzt keinen Alk mehr trinke und endlich mal das machen kann was ich die ganze Zeit durch den Alk nicht gemacht habe/machen konnte.
Jetzt ist das so das ich unter der Woche überhaubt nicht daran denke keinen Alk zu trinken. Die Frage kommt garnicht weil ich hab ja genug andere Sachen zu tun und überhaubt, das würde überhaubt nicht gehen. Nach einem Abend saufen bin ich am nächsten Tag bis nachmittag zu nichts zu ge- brauchen.
Die Wochenenden sinds jetzt (wie früher als ich vor meiner Arbeitslosigkeit getrunken habe) die mich zu schaffen machen. Ich will nicht das es wieder so kommt das das mehr wird, dann unter der Woche, verkatert in die Arbeit... bis zu den Arztbesuchen wo ich um eine Krankschreibung bettle. Teils weils mir wirklich schlecht ging, teils damit ich weitersaufen konnte.
Dann gibts wieder fasen wo ich mir denke "ach, nur am Wochenende, ist doch nicht sooo schlimm" und vergess dann wie schlimm es doch mal war.
Zu allem überfluß habe ich bald meinen ersten Urlaub in dem "neuen" job hier. Daran denke ich auch und muß vorher was dagegen machen. - Ich kenne meine alten "Urlaube" ... Da fällt mir ein mein Absturz kurz vor dem Entzug war auch nach einem Urlaub wo ich nichtmehr "runterkam".
Gehts vielleicht nochjemandem so? Unter der Woche absolut trocken und am Wochenende richtig Stoff geben? Und im Urlaub?
Naja, ansonsten gehts mir zur Zeit wieder viel besser. Nicht mehr diese Gedanken "saufn, nur noch saufn". Keine Ahnung was das war... Letztes Wochenende auch "nur" 13 Bier insgesammt. Sam Abend und Sonntag keinen Alk, hatte keine Lust. Samstag 4 halbe aber plötzlich keine Lust mehr weiterzutrinken. Beim 5. wurde mir schlecht, hab kurz was gessen und bin dann ins Bett. Nach 4 halben is bei mir son Knackpunkt wo ich nicht mehr zurück kann, ich dann sauf bis zum Ende. Den wollte ich da dann nicht überschreiten, wollte aber Anfangs "richtig" saufen. Das find ich gut. Will damit aber ned sagen das das jetzt "kontrolliertes trinken" war. Besser garkeinen Alk.
Spiele zur Zeit immer mehr mit dem Gedanken zu ner Shg zu gehen. Besser jetzt als wenns mir wieder dreckig geht..
wenn Du damals nicht wieder angefangen hättest, wäre Deine jetzige Situation maximal so schlimm, wie sie nun mal ist, mit dem Unterschied, daß Du eben vielleicht schon zufrieden trocken wärst.
Ich denke, Du weisst ganz genau, daß Du manche Dinge einfach nicht ändern kannst. Behörden, Staat, andere Leute, Großunternehmen, und und. Du hilfst Dir selbst nicht, indem Du Dich drüber aufregst.
Und ich denke, Du weißt auch ganz genau, daß Du alle diese Ereignisse durch Deine Sauferei nicht dazu bringen kannst, für irgendwelche Ungerechtigkeiten zu büßen. Die Welt läuft nun mal weiter, ob du mitmachst, oder nicht.
Du machst Dich selbst dafür kaputt, daß die Welt so schlecht ist, zumindest sind das die Schlussfolgerungen aus deiner Argumentation. Am liebsten würd ich Dich fragen, ja ist Dir denn diese Scheisswelt so wichtig, daß Du bereit bist, für sie unterzugehen, wenn Du sie nicht ändern kannst?
Wenn Du Dir selbst schadest=säufst, um der Welt was zu beweisen, ist das ein denkbar ungeeigneter Weg, und ich glaub, das weißt Du auch. Also warum hälst Du Dich denn so lange damit auf, das alles aufzulisten? Du hast doch gar nix davon.
Wenn Du das aber alles weißt, dan kanns Dir doch bei der Sauferei eigentlich nur drum gehen, Dich wegzubeamen, zeitweise oder ganz aus dieser Welt zu verschwinden. So rein von der Logik her sieht mir das doch so aus.. Andererseits setzt Du eine Menge Hebel in Bewegung, um eben nicht von dieser Welt verschwinden zu müssen. Also glaub ich, daß Du Doch eigentlich lieber leben würdest.
Aber da mußt Du Dich entscheiden. Nur Du hast das in der Hand. Das darfst Du entscheiden, niemand zwingt Dich zu trinken, niemand zwingt dich, trocken zu werden. Aber es ist auch ganz alleine Deine Entscheidung, und Du darfst auch den Lohn aus dieser Entscheidung auskosten...wie auch immer diese Entscheidung aussehen mag.
Gehts vielleicht nochjemandem so? Unter der Woche absolut trocken und am Wochenende richtig Stoff geben? Und im Urlaub?
Genauso ging's mir verdammt lange, bestimmt so an die 10 Jahre.Dachte lange Zeit, das wäre die perfekte Lösung. Job haben, Geld verdienen, gesellschaftlich nicht aus dem Rahmen fallen - 'wer arbeitet, hat sich sein Bier verdient' heißt es doch.
Der freitägliche Einkauf im Getränkemarkt war echt faszinierend: oft konnte ich mir selbst dabei zuschauen...manchmal gab's innere Gefechte bis kurz vorm Eingang, an anderen Tagen fuhr ich wie fremdgesteuert hin, ohne irgendeinen Gedanken im Kopf.
Nur war's bei mir nicht so, daß ich wochentags nicht daran dachte, ich dachte eigentlich ständig daran. Zum Wochenanfang (Mo/Di)wollte ich den Alk so schnell wie möglich draußen haben - und am WE dann umgekehrt.
Einer der Knackpunkte bei diesem Trinksystem ist, daß man die ganze Woche funktioniert hat, brav gearbeitet - und am Ende der Woche fühlt man dann so'n Unbehagen, vielleicht ein wenig Sinnlosigkeit, man ist sich selbst überlassen und weiß nicht recht, was man will......und da kommt das Saufen als eine abendfüllende Tätigkeit wie gerufen.
ist es nicht auch so, dass man die Woche über gar nicht (er)lebt? Die Gedanken sind doch beim nächsten WE. Alles wird ertragen, man rutscht so vorbei am Eigentlichen....
So kam es mir jedenfalls mit meiner Abendtrinkerei vor. Den ganzen Tag "Augen zu und durch", Probleme ignorieren, fühlte mich immer gehetzt, weil mein ganzes Ich dem entspannenden Abend zustrebte. Alles was sich dem in den Weg stellte, mich zeitlich vom erstem Schluck wegzog, ging mir auf die Nerven. Alles musste klappen, ich habe kaum mitgedacht.
genau so is: oft konnte ich mir selbst dabei zuschauen...manchmal gab's innere Gefechte bis kurz vorm Eingang, an anderen Tagen fuhr ich wie fremdgesteuert hin, ohne irgendeinen Gedanken im Kopf.
hm... also unter der Woche denke ich wirklich nicht an Alk. Im Gegenteil, ich freue mich das ich wieder gut funktioniere. Fängt erst Freitag Morgen an. "Diese Wochenende mal nicht" Dann Mittags: "Dieses Wochenende Nicht..." Gegen Feierabend (bei mir 20 Uhr) suche ich schon eine Aus- rede für die Abend verabredung.So schlau bin ich nämlich schon das ich Freitag Abend was mit Kumpels ausmache. Bis jetzt hat es einmal geklappt, da schlug ich dann Samstag morgen umso heftiger zu. Das war am 3.Juli, hab hier ja auch ziemlich wirr geschrieben...
Tja und dann so schnell wie möglich heim. Normal fahre ich mit dem Radl in die Arbeit und zurück, an den Freitagen fahr ich mit dem Radl in der S-Bahn zurück (geht schneller).
felidaela: ja, so gings mir als ich täglich Abends getrunken habe. Man macht dann auch viele Fehler in der Arbeit und ist genervt und gereizt. Bis es dann den Feierabend zuging... da schlägt dann des Herzel und man wird plötzlich lustig und redselig obwohl man noch nichts getrunken hat. - Dann schnell heim... und wehe es standen überstunden oder irgendwas an... nicht mit mir, ich hab n wichtigen Termin. Auch Abends treffen mit Arbeitskollegen war nicht drin... Genau da will ich nicht mehr hin.
Randolf: wie hast Du es geschafft von dieser "harmlosen..." Wochenendsauferei wegzukommen? Wars am Schluß mehr als des Wochenende? Muß es wieder soweit kommen?
also ich hab mich am Schluß selber nicht mehr ausgehalten !
Ja, in der letzten Zeit war's nicht mehr nur das WE - auch unter der Woche,da zwar keine Vollräusche, aber bei so 4 bis 5 Bier hatte ich am nächsten Tag auch schon einen dicken Kopf.Widerlich !Und der Arbeitstag war eine Qual;ich war unsicher, hab idiotische Fehler gemacht, wollte einfach in Ruhe gelassen werden, mir die Decke übern Kopf ziehen....
Also nicht nur das WE, die ganze Zeit war von Alk verseucht - in den Fängen eines Kraken....und immer wieder die guten Vorsätze und die 'Neuanfänge'...
Dann hatte ich eines Abends während des Saufens einen hellen Moment.Ein wenig ungewöhnlich, ich konnte mich selbst aus einiger Entfernung sehen: Und ich sah einen Toten;eine Maschine, die sich die Flasche zum Mund führt...
Ich glaub ich schaffs jetzt auch wieder, mag mich so selber nicht. Nutzt ja nichts. Geht ja auch so nichts weiter wenn ich mich jedes Wochenende verstecke und "wegbeame". Und wie- getippt meine Befürchtung ist ja das es nicht dabei bleibt. Mein Urlaub ist bald... und ich kenn mich. Kann ich hier noch so groß rumtönen das ichs schaff...
deswegen geh ich mal Abends zu ner SHG, ich glaub nämlich selber ned dran das ich das schaff. Mehr als zum Kasperl machen kann ich mich da auch ned...