Die Menschen stolpern hin und wieder über die Wahreit. Aber die meisten raffen sich auf und laufen weiter - als sei nichts passiert. - Winston Churchill -
Wir haben in unserer Gruppe (im Gegensatz zur Motivationsgruppe) keine therapeutische Leitung/Unterstützung/Aufsicht....also, quatscht bei uns jeder so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist...der Ton wird manchmal ganz schön rau...ob das einem Nassen auf "leerem Magen"...gleich so bekommen würde, wage ich mal stark zu bezweifeln.
Es gibt sie bei uns auch, diese gemischten Gruppen. Aber, schon alleine wenn ich daran denke, wieviele (unter anderem auch ich woanders damals) diese Möglichkeit als perfektes Alibi für "Besserungsversuche" nutzte, als es so kurz vor Toreschluss mit den Ausreden vor der Familie nicht mehr funktionieren wollte - um im Grunde bloß noch eine Weile weitersaufen zu können, wird Mir heute noch schlecht
wir sind eine Gruppe abstinentlebender Alkoholiker. Das bedeutet, dass wir ausschließlich schon Trockene bei uns aufnehmen. Die Gruppe existiert/funktioniert seit fast 30 Jahren so. Mir gefällt das sehr gut, dann gibt es nämlich keinen Streit über grundsätzliche Fragen.
Jo ein kleiner, feiner elitärer Zirkel trockener, die sich gegenseitig mit Ihrer Abstinenzzeit austechen..und bloss keine Neuen.. und wenn müsssen sie erst die Ochsentour absolvieren...dann dürfen sie mit den GROSSEN mitspielen...und eifrig nachplappern..
Auf das der "Nachwuchs" gleich den richtigen Eindruck von SHG bekommt..
Deshalb rufen "UNS" die anderen an: "Wo nehmt ihr die Leute alle her
ZitatGepostet von F10 2 ..und bloss keine Neuen.. und wenn müsssen sie erst die Ochsentour absolvieren...dann dürfen sie mit den GROSSEN mitspielen...und eifrig nachplappern..
...keine schlechte Interpretation Deiner Sicht....was ja auch irgendwie logisch ist.
Hab ich aber so nicht geschrieben und auch so nicht gemeint!
Bei uns darf jeder mitspielen....braucht keiner was nachzuplappern.... eigene Meinung sogar erwünscht
Wirst es kaum glauben, aber Zulauf von Frischfleisch, um die elitäre Garde der Alttrockenen aufzumischen haben wir auch noch......vorausgesetzt er/sie/es ist trocken
Mir scheint, dry, dass du dich gerade für eine großartig gespuckte Äußerung verantworten musst, die du imgrunde gar nicht wirklich so durchdacht geäußert hast, wie du sie jetzt zurechtrücken musst.
Ich fand den Ausgangstext jetzt nicht so schlimm. Weil ich in diesem Bereich eben vom Verständnis her nicht so ins Detail gehe. Aber du siehst, lieber dry, es gibt Menschen, die das tun und an denen kannst du dich üben.
ZitatGepostet von Rocaille [b]Mir scheint, dry, dass du dich gerade für eine großartig gespuckte Äußerung verantworten musst, die du imgrunde gar nicht wirklich so durchdacht geäußert hast, wie du sie jetzt zurechtrücken musst.
...ich muss nichts...und schon gar nichts zurechtrücken, was m.E. genug durchdacht geäußert ist! Ich schreibe hier vollkommen ungezwungen und antworte freiwillig auf jedes Post, das Mich etwas angeht...oder auch manchmal nichts angeht, ohne Rücksicht auf mögliche Folgen
Ich merke mir jetzt erstmal, dass du therapiegruppenlike auf Hilfsverben drischst. Ich habe allerdings, das gebe ich zu, meine Worte ebenso wie du wohl, eher aus dem Bauch heraus gewählt, und dann kommt eben auch das alt bekannte...
Ich handhabe das ganz ähnlich wie Dirk. Wenn jemand angetrunken kommt, schmeisse ich den nicht raus. Mich interessiert aber sehr, wie er sich sein weiteres Leben vorstellt bzw. was er schon für sich getan hat. Da kann ich schon erkennen, ob eine Perspektive dahintersteht, oder ob ihm gerade mal nur nix besseres eingefallen ist, als in so ne Gruppe zu gehen. (evt. weil das jemand zu ihm gesagt hat...)
Sehe ich keinen Sinn in den Gruppenbesuchen, hab ich auch kein Problem damit zu sagen, dass die Gruppe die falsche Anlaufstelle ist. Für Nasse, die noch gar nix kapiert haben gibts die Infogruppen, dort werden ihnen mit einem Therapeuten schon die notwendigen Schritte aufgezeigt.
ZitatGepostet von newlife Mich interessiert aber sehr, wie er sich sein weiteres Leben vorstellt bzw. was er schon für sich getan hat. Da kann ich schon erkennen, ob eine Perspektive dahintersteht, oder ob ihm gerade mal nur nix besseres eingefallen ist, als in so ne Gruppe zu gehen. (evt. weil das jemand zu ihm gesagt hat...)
Sehe ich keinen Sinn in den Gruppenbesuchen, hab ich auch kein Problem damit zu sagen, dass die Gruppe die falsche Anlaufstelle ist. Für Nasse, die noch gar nix kapiert haben gibts die Infogruppen, dort werden ihnen mit einem Therapeuten schon die notwendigen Schritte aufgezeigt.
Gruß Dirk
....
Und wenn der Proband die Sätze : "Ich möchte jetzt was gegen meine Alkoholabhängigkeit tun, was verändern und ein trockenes zufriedenes Leben führen" nachplappert, also das was in den Broschüren der Suchtberatung steht dann erkauft er sich die Teilnahme, ohne zu wissen was es bedeutet. GEIL.. Die anderen die eiern und die am meisten von Erfahrungen Betroffener profitieren, dürfen sich dann zu einem nicht betroffenem Sozialpädagogen setzen..
und wenn sie verbal gefügig sind und dir der Output gefällt,dürfen sie gändigerweise mitmachen..
Passt scho´
_____________________________________________________________________________________ Auf MEINEM eigenen Weg kann mich keiner überholen.
wie man's macht, ist es falsch. Ich habe schon erlebt, daß sich Gruppenmitglieder durch noch, bzw. wieder Trinkende angetriggert fühlten. Eine junge Frau, die frisch aus der Festigungstherapie kam, fühlte sich richtig angefressen an dem Abend.
Meine Erfahrung ist inzwischen, daß nicht die alten Trockenpäpste 'Angst' vor den noch Trinkenden haben, sondern daß sich Menschen, die ihre ersten unsicheren abstinenten Schritte machen, von jenen angekäst fühlen. Ich leite gerade so eine Gruppe von relativen Frischlingen.
Das Problem geht ja weiter: was ist mit denen, die zwar nichts mehr trinken, aber regelmäßig kiffen, bzw. bei den Drogis, die clean von ihren früheren Stoffen sind, aber dafür umso kräftiger bechern. Habe so jemand am Freitag kennengelernt: Geschäftsführer eines Ex-Junkie Projekts mit einer Fahne meterweit gegen den Wind.
Für mich ist (völlige) Abstinenz weiterhin der Königsweg, kann aber mit allen möglichen Lebenswegen leben - auch mit Menschen, die sich in Gruppen zusammen schließen, um weniger zu trinken, nicht um aufzuhören. Nur ist da nicht mein Platz. Ich brauche auch keine Gruppe, um einen Kochkurs zu machen oder Sport zu treiben. Für mich gibt es auch noch ein Leben jenseits von Gruppe, real wie virtuell.
warum kloppst Du eigentlich immer auf alle anderen, lang bestehenden Gruppen ein? Haben die Dich alle einst so geärgert?
Ich finde es toll was Du mit clic auf die Beine gestellt hast.
Nur wird Dein Projekt nicht besser, indem Du alle anderen mies machst. Clic ist ein Angebot mehr und Leute, die vielleicht bisher nix für sich gefunden haben und andere, die sonst vielleicht nicht so schnell ankommen würden, können bei clic ihre Heimat finden. Schön. Dennoch gibt es Gruppen die anders gestrickt sind und trotzdem funktionieren und für diejenigen die sich dort wohl fühlen, genau das Richtige sind.
Es kann Leute geben, die wollen sich mit trockenen unterhalten und nicht mit nassen. Da es bei einigen Gruppen, z.B. AA gut möglich ist da auch jahrelang nass zu sitzen, haben sich einige zusammengetan und eine eigene Gruppe nach ihren Regeln auf die Beine gestellt. Nicht anders als Du.
Ich verstehe nicht, warum Du immer so aggro rüberkommst als würde jemand Dir Clic wegnehmen wollen wenn ihm was anderes gefällt.
Viele Grüße Uta
"Großer Gott, laß meine Seele zur Reife kommen, ehe sie geerntet wird!"Selma Lagerlöf
es geht doch aber darum, dass einige Bedingungen stellen..
"Du musst erst, so und so handeln, sprechen, denken.."
bevor du zu uns gehörst...
Das diese Denke, Handeln das Fühlen und Merken ein Prozess ist, der einer gewissen Dynamik unterliegt..
und das man nicht mit dem letzen Schluck auch ein gewisses Handeln mitbekommt, scheint einigen verschlossen..
und wer sich durch "noch trinkende " angetriggert fühlt..
dreht eh noch ein paar Runden ..ob Gruppe oder nicht..
So what
Wer einen trockenen Schutzraum benötigt, sollte ins betreute Wohnen gehen..aber nicht in eine SHG mit einer gewissen Fluktuation...
und da sind wir doch wieder beim "Schutzraum" ..gemeinsame Aktivitäten nichttrinkender öffnen den Blick dafür, das alles OHNE noch viel mehr Spass macht und "wieder " funktioniert..
Ein frisch abstinenter Süchtler hat dieses nicht unbedingt sofort..und ist dankbar für Freizeit, wo es für alle NIX gibt..
_____________________________________________________________________________________ Auf MEINEM eigenen Weg kann mich keiner überholen.