ZitatHauptsache, es knallt im Kopf,war meine Devise.
dito.
hmm. also hättet ihr auch was getrunken, was ihr absolut nicht mögt?
ich würde zum beispiel ganz sicher kein hartes zeug anrühren, hab hier ein paar geschenkte kurze stehen aber würd mir im traum nicht einfallen, da bei zu gehen. würde hier ne flasche wein stehen könnte ich für nix garantieren...
ich würde auch bei süßigkeiten-verlangen (und ich hab ne essstörung, also das kann man durchaus mit saufdruck vergleichen) auch nicht z.b. marzipan essen obwohl es ja durchaus auch als süßigkeit zu kategorisieren wäre.
Yupp, wenn schon saufen, dann richtig.
Ich muss allerdings sagen, dass ich wirklich auch Zeug gesoffen habe, was ich wirklich ekelig fand (aber es war noch "Trinkalkohol") Rum z. B. fand ich total ekelig, wenn aber nix anderes da war, musste eben der dran glauben. (Mich schaudert heute noch - und wenn ich mit Rum arbeiten muss, was nicht selten ist, hebt es mir alles. )
ZitatHauptsache, es knallt im Kopf,war meine Devise.
dito.
hmm. also hättet ihr auch was getrunken, was ihr absolut nicht mögt?
Abgesehen von Eierlikör auf einem Eis, weinhaltigen Sossen und belgischen Pralinen gibts praktisch nichts Alkoholhaltiges, was mir schmeckt.
Bei mir gab es immer nur die Unterscheidung "geht grad noch runter" (z.B. Bier) und "superbäh, muss aber rein" (kalter Glühwein in Kartons war so ein Fall, oder Southern Dingenskirchen z.B.)
Ich habe Alkohol nie mit Genuss in Verbindung gebracht, Redewendungen wie "gepflegt ein Bierchen trinken" kamen mir schon absurd vor, als ich noch gesoffen hab.
ich bin abhängig. Ich hab auch die abgestandenen Reste morgens getrunken, wenn ich richtig in Fahrt war. Ich hab auch den billigsten Fusel ausm Büro mitgenommen, den es zur Pizza dazugab und den eh keiner wollte. Mir war es egal, wie das schmeckt, es musste wirken. Ich hatte auch bessere Tage, keine Frage und glaubte tatsächlich, ich krieg das wieder hin, doch die oben beschriebenen Verhaltensweisen kamen immer öfter, bis es dann gar nicht mehr ohne Stoff ging. Aber ich habe dann aufgehört, als ich so abhängig war und nix mehr geregelt bekommen habe. An dieser Stelle saufen auch viele noch ein paar Jährchen weiter. Ich aber nicht, weil ich so nicht weiterleben wollte. Ich hätte alles verloren.
ZitatGepostet von Jessicat hmm. also hättet ihr auch was getrunken, was ihr absolut nicht mögt?
In meiner Endphase war ich mal bei einer Kollegin (offiziell zum Kaffee) eingeladen. Am frühen Abend machte sie eine Flasche Wein auf, die nachweislich "einen Korken" hatte. Die Kollegin entschuldigte sich vielmals, es war ihr sichtlich peinlich und sie wollte ihn wegschütten, ich dagegen protestierte und begann seelenruhig, die Flasche zu leeren.
Und in der allergrößten Not schmeckte sogar Becharovka.
damit ist gemeint, dass der Korken nicht in Ordnung ist und sich der Geschmack des Weines ganz grässlich verändert. Keine Ahnung, was da nun im Einzelnen los ist, vielleicht ist der Korken beschädigt und es dringt Luft in die Flasche...? Kann man leicht vermeiden, indem man den preiswerten Wein mit Schraubverschluss trinkt...
oh man...was man nicht alles macht...übel...also einige sachen kenn ich auch, wenn ich so drüber nachdenke. hatte ich wohl verdrängt
das war allerdings immer dann wenn ich schon ordentlich was intus hatte und sonst nix mehr da war, ich hätte jetzt nicht im nüchternden zustand zu was ekligem gegriffen, was ja auch nicht besser ist und ganz sicher auch bald zur nächsten stufe geführt hätte. da bin ich wirklich froh, dass ich noch nicht am ende der fahnenstange angekommen bin.
Damit sich etwas ändert, muss sich etwas ändern, sonst ändert sich nichts :D
am sonntag war erntedank im dorf. so richtig mit fahrzeugsegnung, erntekranz, blasmusik und kuchenständen. aber auch wein und bierstand.
nach der preisverleihung für den am schönsten geschmückten trecker, bin ich heim um mich vom kulturschock zu erholen wärend schatzi auf dem festplatz blieb.
gegen nachmittag trieb mich der hunger aber wieder hin, denn es sollte frisch geräucherte forellen geben.
die gab es auch und meinen mann,...... der aber eher einer forelle blau glich und etwas zu heftig mitgedankt hatte
( er hat kein alk problem )
ich bin schnell mit meinem fisch wieder gegangen und männe kam bald darauf nach, um sich zuhause nochmal einiges durch den kopf gehen zu lassen
es war noch keine 19 uhr, als er dann fest auf dem sofa eingeschlafen war. (ich hab ihn über nacht dort liegen gelassen )
na ja, jedenfalls hab ich drüber nachgedacht was mich mal an dem zeug so gereizt hat. zwei drei stunden seeligkeit und dann zwei drei tage katzenjammer.
der vergleich hingt jedoch
zum schluß war nichts mehr mit feiern und seeligkeit denn ich mußte trinken um überhaubt einiger maßen funktionieren zu können. was war egal, der geschmack unwichtig und die folgen nach dem konsum, den kater, gab es nicht mehr.
was bei meinem mann die ausnahme ist was bei mir mal alltag.
wenn ich an alk denke sind die gedanken negativ.
auch getränke die ich einmal gemocht habe lösen bei mir ungute gefühle aus.
das glas sekt oder wein am kamin das kühle bierchen mit freunden der underberg nach dem essen der likör zu kaffee und kuchen....
all das würde dem alk wieder macht über mein leben geben und mich alles verlieren lassen was mir lieb und teuer ist!
das ganze drama wieder von vorn, den ekel, der kampf, die scham
nee, so gut kann kein alk schmecken, das mir dies wieder wert wäre.
ich verteufel den alk nicht und gönne schatzi sein glas bier und einen durchzechten tag hin und wieder, aber ich beneide ihn auch nicht darum.
lange rede kurzer sinn....
wenn ich an alk denke, dann negativ.
und wenn sich doch mal der gedanke einschleicht das ein glas jetzt nicht schlecht wäre, muß ich nur an meine lezten monate denken um ihn ganz schnell verfliegen zu lassen
--------------------------------------------------------------------------------------------------- "Begehe nicht den Fehler, nicht zwischen Persönlichkeit und Verhalten zu unterscheiden. Meine Persönlichkeit ist wer oder was ich bin..... ..... Mein Verhalten hängt davon ab wer du bist."
viele beiträge - und das hab ich schon oft gedacht - vermitteln mir irgendwie den eindruck, als müsste man erst ganz unten sein, bevor man wirklich langfristig die finger vom alk lässt. bzw. dass einem die erinnerungen an die ganz miesen zeiten helfen, trocken zu bleiben.
was aber wenn man noch nicht so wirklich weit unten war, noch nicht so wirklich abschreckende horrorerinnerungen hat, die einen zukünftig abhalten? stehen die chancen dann besser, weil man noch nicht soooooo abhängig ist oder schlechter weil man sich deshalb zu sicher fühlt?
versteht ihr wie ich das meine?
Damit sich etwas ändert, muss sich etwas ändern, sonst ändert sich nichts :D
ZitatGepostet von Jessicat viele beiträge - und das hab ich schon oft gedacht - vermitteln mir irgendwie den eindruck, als müsste man erst ganz unten sein, bevor man wirklich langfristig die finger vom alk lässt. bzw. dass einem die erinnerungen an die ganz miesen zeiten helfen, trocken zu bleiben.
was aber wenn man noch nicht so wirklich weit unten war, noch nicht so wirklich abschreckende horrorerinnerungen hat, die einen zukünftig abhalten? stehen die chancen dann besser, weil man noch nicht soooooo abhängig ist oder schlechter weil man sich deshalb zu sicher fühlt?
versteht ihr wie ich das meine?
Soweit ich mir bekannt, ist die Aussicht ein zufriedenes alkoholfreies Leben umso größer je eher man/frau das Saufen aufgibt. Ich kann das aber nicht wirklich beurteilen, weil ich ich zwar jung an Jahren aufgehört habe, aber 1. schon an meinem Tiefstpunkt und 2. bereits körperlich abhängig war.
super Beitrag! Wir haben immer Wein und Bier zuhause, mein Mann trinkt gern mal ein kleines Bierchen und oft haben wir Besuch. (Die sich schon mal wundern, weil ich nicht mitbechere) Es macht mir nichts aus, weil ich vor meinen Augen habe, was in der Vergangenheit passiert ist und meine Scham wieder hoch kommt. Nein, ich will nie wieder da landen.
Und ich will den Glauben meiner Lieben an mich nicht enttäuschen.
lb.Grüße Galini
Wer ein WOFÜR im Leben hat der kann fast jedes WIE ertragen....
ZitatGepostet von Jessicat stehen die chancen dann besser, weil man noch nicht soooooo abhängig ist oder schlechter weil man sich deshalb zu sicher fühlt?
Ich denke die Chancen stehen ähnlich wie die, ein Kind zu bekommen wenn du ein bisschen schwanger bist.
Die Maus steht für den inner groove, für ne einwandfreie Sache, für den Wunsch, daß es einen so richtig erwischt. aus Koppstoff von Feridun Zaimoglu
Ja, das ist jeder verschieden, sollte man denken...
Es ist nicht so,dass die Menge und/oder Marke ausschlaggebend sind,wie weit unten man sein muss,um endlich wieder aufhören zu können/wollen.
Es ist die persönliche Schmerzgrenze des Einzelnen.Die Intensität des Leidensdrucks. Die mag bei Männer und Frauen verschieden sein,was die Menge angeht,aus rein anatomischen Gründen.
Aber ich habe Menschen kennengelernt, die täglich
5 Flaschen Wodka 40-50 Diazepam
brauchten,um betrunken zu sein,so wie sie es wollten (und brauchten). Da habe selbst ich "geschluckt",hatte ich schon bei 2 Flaschen Wodka , ca 4-6 Bierdosen und vielen Joints,den Kanal voll,so dass ich endlich ins Koma fiel.
Das heisst,dass bei diesen Menschen der Entzug schon sehr heftig war,wenn sie unter 3 Promille gerieten.
Diesen Menschen ist im klinischen Entzug mit den herkömmlichen Medikationen nicht zu helfen und es ist davon auszugehen,dass sie innerhalb von 3 Tagen ins Delir abrutschen. Hier hilft nur noch viel Distraneurin und Haloperidol. Es waren die schlimmsten Entzüge,die ich so mitbekam. Festgeschnallt,lallend,schreiend,sich eingenässt,vollgekotet,Erbrochenes und Blutdruck von 280/180 keine Seltenheit-dem Tode nahe.
Wenn sie es überleben, sind sie nach 10 Tagen etwa mit dieser Marter durch.
Und manch einer bekommt schon Ausfallerscheinungen,bei dem Missbrauch von einer halben Flasche Schnaps und 6-7 Bieren am Tag.
Ist Deine Frage damit beantwortet,Jessicat? Deine Frage,ob man nur "mitspielen" kann,wenn man es "weit genug gebracht" hat?
Wer nicht rechtzeitig aufhören kann, wird seine Grenze auf sicher irgendwann erreichen. Und sei einfach froh,dass Du meinst,Deine Grenze jetzt erreicht zu haben,um aufzuhören.
Ich bin sicher, Du könntest noch viele Rückfälle haben und viele Flaschen Wein in Deinem Leben trinken,ohne soweit zu sein, wie oben beschrieben.
Aber willst Du Dir das antun, um Dein Gefühl von Akzeptanz hier zu vertiefen ? Sicher nicht.
LG Peter
_______________________________________________ Ich bin,wie ich bin,die Einen kennen mich,die Anderen können mich.... C.Adenauer